Bevor wir zum großen Abschluss der diesjährigen BBSW kommen: Entschuldigt bitte den verspäteten Artikel – aber selbst nach einer Segelflugwoche holt einen das Arbeitsleben leider schneller wieder ein als jede Kaltfront.
Und damit willkommen zum letzten offiziellen Bericht der 38. BBSW.
🔥 Ein Abend beginnt… vorsichtig brennend
Bevor überhaupt die ersten Worte gesprochen wurden, musste zunächst die Vereinskerze bedächtig angezündet werden. Und irgendwie passte das perfekt zu dieser Wettbewerbswoche.
Denn die diesjährige BBSW hatte wirklich alles im Angebot: von nächtlichen -7°C am frühen Morgen bis hin zu sommerlichen Temperaturen mit Sonnenbrandgefahr, Fischerhüten, rosa Haarturbanen und dehydrierten Segelfliegern im Grid.
Oder anders gesagt: zwischen Eiszeit und Sonnencreme war dieses Jahr meteorologisch wirklich alles vertreten.
❤️ Ein riesiges Dankeschön
Zu Beginn des offiziellen Teils wurde erst einmal Danke gesagt. Und zwar ausführlich.
Gedankt wurde:
- der gesamten Wettbewerbsleitung
- Dorothee für das tägliche Frühstück am Morgen
- allen Helfern am Start und im Hintergrund
- auch den vielen Unterstützern außerhalb des Vereins
- Gholam für die täglichen gemeinsamen Abendessen
- Babett für die faktische Berichterstattung
- Andi, der gefühlt gleichzeitig Auswerter, Finanzminister und Barkeeper in Personalunion war
- und natürlich allen Familienmitgliedern, die diese intensive Zeit ebenfalls mitgetragen haben
Besonders hervorgehoben wurde dabei ein Fakt, auf den wirklich alle stolz sein können:
👉 Der gesamte Wettbewerb verlief unfallfrei.
Und genau das ist am Ende vermutlich die wichtigste Wertung überhaupt.
👕 Die Sache mit der Wettbewerbsbekleidung
Humorvoll entschuldigten sich Andy und Bömmel anschließend dafür, die Siegerehrung nicht in der aktuellen BBSW-Kleidung zu präsentieren.
Andys Erklärung:
„Hab ich nur als Hoodie.“
Bei den Temperaturen der ersten Wettbewerbstage absolut nachvollziehbar.
Bömmel ergänzte trocken:
„Ja das wollt ihr nicht riechen.“
Und spätestens da war die Stimmung endgültig angekommen: locker, herzlich und herrlich Mönchsheide.
🛩️ Gemeinschaft statt Gegeneinander
Besonders hervorgehoben wurde außerdem das beeindruckende Gemeinschaftsdenken während des gesamten Wettbewerbs. Denn trotz aller Wertungspunkte und Platzierungen wurde sich gegenseitig geholfen: über Funk wurden Bärte gemeldet, Steigwerte weitergegeben und Höhengewinne ermöglicht.
Und genau das macht die BBSW eben aus: man fliegt gegeneinander – aber nie alleine.
🏛️ Worte des Bürgermeisters
Auch der Bürgermeister richtete noch einige Worte an die Teilnehmer.
Ein Satz blieb dabei besonders hängen:
„Alle die dabei waren, haben gewonnen.“
Und ganz ehrlich: nach dieser Woche fühlte sich das tatsächlich genauso an.
🏆 Die Gesamtsieger der 38. BBSW
Dann wurde es ernst. Oder zumindest so ernst, wie es auf der Mönchsheide eben werden kann. Die Gesamtsieger standen fest.
🟦 Club-/Standardklasse
🥇 Tim Hannappel – YYY
Glasflügel H301
🏆 3.619 Punkte
🥈 Nils Kiefer – FH
ASW 24 WL
🏆 3.357 Punkte
🥉 Philine Svoboda – WU
LS 4 neo
🏆 2.575 Punkte
🟥 Offene Klasse
🥇 Philipp Ehrhardt – PE
Ventus 2cxM 18m
🏆 4.490 Punkte
🥈 Roloff & Kleinblotekamp – OF
Discus 2cT 18m
🏆 3.839 Punkte
🥉 Roswitha Ulrich – U
AS 34 Me 18m
🏆 3.425 Punkte
🟨 Doppelsitzerklasse
🥇 Wartha & Lauer – MO
Arcus M
🏆 4.211 Punkte
🥈 Everwin & Dauer – 33
fs 33
🏆 3.911 Punkte
🥉 Köster & Depil – DTS
HpH 304 TS Twin Shark
🏆 3.589 Punkte
Und dann passierte etwas herrlich Typisches: Tim hielt seinen Pokal beim Siegerfoto mit ausgestreckten Armen triumphierend nach oben – wie ein echter Weltmeister.
Und bei den beiden weiteren Siegerehrungszeremonien machten die anderen Erstplatzierten der übrigen Klassen das einfach genauso.
Natürlich vollkommen ernst gemeint. Natürlich überhaupt nicht abgesprochen. Und genau deshalb perfekt.
📊 Zahlen, Daten, Thermikdrama
Auch die Statistik der diesjährigen BBSW konnte sich sehen lassen:
- ❄️ Zweitkältester Beginn einer BBSW
- ✈️ 92 Flüge insgesamt
- 🏁 63 Zielankünfte
- 🌾 2 Außenlandungen auf dem Acker
- 🛬 4 Landungen auf fremden Flugplätzen
- 📏 unglaubliche 42.000 km Gesamtstrecke
- 🥖 901 bestellte Brötchen
901 Brötchen.
Das alleine ist eigentlich schon eine eigene Wettbewerbswertung wert.
🎭 Dann kam Mario…
Und anschließend begann der Teil, den man eigentlich kaum beschreiben kann.
Der legendäre Auftritt von Mario.
Wie jedes Jahr gelang es ihm erneut auf völlig unerklärbare Weise, Menschen gleichzeitig liebevoll aufs Korn zu nehmen und komplett sprachlos zurückzulassen.
Man MUSS einfach dabei gewesen sein.
Diesmal trat Mario unter anderem als Wetterfrosch auf.
Und natürlich blieb auch dieses Jahr niemand wirklich verschont.
🐴 Hobby-Horsing? Nein. Hobby-Flying!
Mario erklärte feierlich: Es gibt inzwischen Hobby-Horsing. Es gibt Hobby-Dogging.
Und jetzt eben auch:
Hobby-Flying.
Ganz ohne Blauthermik. Ganz ohne Wetterdrama. Ganz ohne Geisterkurbeln.
Wobei letzteres diese Woche vielleicht nicht ganz stimmte.
☕ Der Latte-Macchiato-Becher bekommt seinen großen Auftritt
Natürlich durfte auch der legendäre Latte-Macchiato-Becher nicht fehlen.
Der inzwischen vermutlich berühmteste Becher der gesamten Mönchsheide wurde feierlich in Szene gesetzt.
Andys spontane Reaktion:
„DAS KANN NICHT SEIN!“
Doch.
Konnte es.
Und spätestens jetzt verstand vermutlich jeder, warum Mario den Becher unbedingt aus dem Müll retten musste.
Dieser Becher hatte längst Kultstatus erreicht.
🎨 Wenn AATs zu Kunstwerken werden
Da Assigned Area Tasks ohnehin regelmäßig eher wie moderne Kunstwerke aussehen, kam prompt die Idee auf, nächstes Jahr einfach eine Comic-Karikatur abzufliegen.
Vermutlich mit:
- traurigen Thermikblasen
- weinenden Wendepunkten
- und einem verzweifelten Schnüffler.
🌍 Die Datumsgrenze liegt nicht in Polen
Auch Meteorologe Bernd blieb selbstverständlich nicht verschont.
Nachdem er versehentlich das falsche Datum auf eine Wetterzusammenfassung geschrieben hatte, verteidigte er sich mit:
„Ja ich muss ja auch für die WM in Polen das Wetter machen.“
Daraufhin erhielt er feierlich einen Ausdruck der internationalen Datumsgrenze – inklusive Hinweis:
„Die Datumsgrenze liegt am anderen Ende der Welt und nicht in Polen.“
Großes Gelächter. Natürlich vollkommen verdient.
🍻 Und dann wurde gefeiert
Danach ging der Abend langsam in den gemütlichen Teil über.
Es wurde gegessen, gelacht, angestoßen, diskutiert und vermutlich zum aller letzten Mal über Wetterentscheidungen, Bärte und verpasste Thermik philosophiert.
Zwischen Kölsch, Cocktails und langen Gesprächen merkte man irgendwann:
Jetzt ist sie wirklich vorbei. Die 38. BBSW.
Und trotzdem blieb am Ende vor allem eines zurück: Dankbarkeit.
Für eine Woche voller Geschichten.
Voller Gemeinschaft.
Voller Wetterdrama.
Voller Sonnenbrand.
Voller Latte-Macchiato-Becher.
Und voller Menschen, die diese Veranstaltung Jahr für Jahr zu etwas Besonderem machen.
✈️ Bis nächstes Jahr!
Und damit bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen:
Danke an alle, die dabei waren.
Danke an alle, die geholfen haben.
Danke an alle, die geflogen, geschleppt, gekocht, organisiert, zurückgeholt, berichtet, gelacht und mitgefiebert haben.
Die 38. BBSW ist vorbei.
Aber die Vorfreude auf die 39.?
Die hat wahrscheinlich schon begonnen. 😄✈️
eure Vanessa
