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+++ 14. Mai 2026 – alle Klassen sind neutralisiert +++

Eröffnungsbriefing

Pünktlich zum Briefing beginnt es zu regnen, so dass sich die Halle zügig füllt. Als Wettbewerbsleiter eröffnet Bömmel das Briefing während Mario für die entsprechende Segnung der 38. BBSW sorgt. Andy O. und Andreas K. kümmern sich nun um die organisatorischen Punkte, stellen das Team vor und versprühen Optimismus und Humor rund um die ernsten Sicherheitseinweisungen. Im Anschluss beginnt Bernd mit dem Wetter (Andy O: es tut mir leid, aber wir müssen jetzt über das Wetter reden) während draußen die Sonne den Platz ein wenig abtrocknet. In Bernds Worten: wir werden es den ganzen Tag mit einer labilen Lage zu tun haben, und ähnlich unentschlossen klingt auch der Tagesplan.. schließlich kreist vor der Halle ein Schwalbe. In Folge wird für die Dosis und Standard/Club Klasse neutralisiert. Für die Offene/Renn/18m dagegen hoffen wir auf ein Wetterfenster und es gilt: Aufrüsten aber noch nicht den Start aufbauen! Damit es ein volles Vatertag Programm wird, sollen alle Klassen-Teams helfen und um 11:30 wieder in der Halle zusammenkommen

Vatertag im Segelflieger-Leben

Guten Morgen von der Mönchsheide Ein grauer Himmel begleitet uns heute Morgen. Die Fahnen hängen herunter und der eiskalte Wind legt gerade eine Pause ein. An der Kaffeebude drehen sich die Gespräche um Autos, Inspektionen und die gute alte Technik, die sich noch reparieren lässt. Was das über den ersten Tag der BBSW aussagt werden wir ab 10 Uhr im Eröffnungsbriefing erfahren. Bis dahin wünsche ich allen einen schönen Start in den Tag.

Anschlagbrett der 38. BBSW 2026

Wichtige Basics

Liebe Anreisenden noch einmal schlafen und es geht los. Heute das Wichtigste zuerst: Die Brötchen-Liste! Wie in jedem Jahr bieten wir den Service von frischen Brötchen, die unser Universalgenie Andreas (im Hauptamt Auswerter und Cocktail Mixer) jeden Morgen mitbringt. Aber Achtung, das Anschlagbrett wurde verlegt! Wichtige Mitteilung findet ihr ab sofort an der Seitentür der Briefinghalle Eure Flugzeuganhänger bringt ihr bitte zum kleinen Wäldchen hinter der Briefinghalle. Im vorderen Bereich soll in diesem Jahr nicht abgestellt werden! Der MO Anhänger markiert den Beginn der Abstellfläche.

Der Countdown läuft

Liebe Teilnehmer:innen und Freund:innen bald geht es wieder los und wir freuen uns riesig! Ich möchte gerne eines vorweg nehmen: ich bin nicht geübt in politisch korrekten Anreden und werde daher in den folgenden Tagen munter mixen. Bitte nehmt es mir nicht übel, ich liebe euch alle! Ich bin die, die man für gewöhnlich immer beschrieben hat mit ‚du suchst Babett? Die Frau mit den orangenen Klamotten!‘. Nachdem ich schon in die Falle getappt bin, mal nichts oranges zu tragen und für Verwirrung gesorgt habe, habe ich mir für dieses Jahr was anderes ausgedacht (zwar trage ich gerne und ab und zu orange, aber eben nicht immer): Also wenn ihr mich sucht in meiner Funktion als Mädchen für fast alles – ich bin die mit den 2 Krücken in diesem Jahr 🫣 und ich freue mich über jeden, der auf mich zukommt 👍🏻. Damit geht natürlich einher, dass ich nach meiner Pause im letzten Jahr auch wieder die Internet Präsenz übernehme. Falls ihr den Stil vom letzten Jahr vermisst, ich fand ihn erfrischend anders, kann ich mich an dieser Stelle nur freundlich entschuldigen. Ihr habt jetzt wieder mich ‚an der Backe‘ In diesem Sinne bis Mittwoch vor Ort oder Donnerstag online 👋

🎉 Die 37. BBSW – Thermik? Nein danke. Dafür Stimmung satt!

Nach einem furiosen Auftakt und sportlichen Wertungstagen bis zum 4. Juni meinte es der Wettergott dann irgendwann: „Nö, reicht jetzt.“ Die Thermik haute ab, der Wind wurde unkooperativ, und was blieb uns anderes übrig, als den restlichen Wettbewerb bodenständig, aber bestens gelaunt zu feiern? Trotz meteorologischer Mauleistung – der Spirit auf der Mönchsheide war wie immer: legendär! 🏆 Die Sieger stehen fest – trotz meteorologischer Blockadehaltung: Club-/Standardklasse: 🥇 Stephan Biwald (AC Koblenz) – mit sagenhaften 1900 Punkten, dem Thermik-Sixpack und dem Hang zur Streckeneleganz 🥈 Gerhard Marx (LSC Erftland) – 1844 Punkte, souverän, charmant und wahrscheinlich mit eingebautem Bartometer 🥉 Tim Hannappel (Akaflieg Bielefeld) – 1734 Punkte, jung, wild, zielstrebig und endlich mit einem Pokal, der in keinen Unirucksack passt Mixed-Klasse: 🥇 Lars Henri Merbt (AC Nastätten) – 1333 Punkte, fliegt wie ein Gedicht in drei Strophen 🥈 Jahn Loth (aeroclub Bonn-Hangelar) – 1247 Punkte, der Flüsterer der Thermikfetzen 🥉 Martin Wagner (LV Mönchsheide) – 1231 Punkte, Lokalmatador, aber auch in den Wolken daheim 💐 Herzlichen Glückwunsch auch an ALLE anderen! Jeder von euch war ein Höhenflieger der Herzen: egal ob Treppchen, im Acker oder mit Motor heim – ihr wart fantastisch! Soaring Spot 📈 Statistiken, die man so nicht auf ’nem Bierdeckel findet: ✈️ 15.582,3 km geflogen (das ist fast einmal um die halbe Welt – oder zum Supermarkt und zurück. Oft.) 🧭 Club-/Standard: 6.049,7 km | Mixed: 9.532,6 km 📏 IS schaffte die längste Strecke mit 350,5 km – GPS hat’s grade so verkraftet 🌥️ PT erklomm majestätisch 2.172 m – vermutlich auf der Suche nach besserem WLAN 🏎️ BD flog im Schnitt 95,5 km/h – das nennt man Segel-Formel-1 Außerdem: 🛫 107 Flüge insgesamt, davon: 🥳 29 Zielankünfte 🌾 17-mal wurde Acker erkundet – freiwillig oder unfreiwillig 🛬 21 Landungen auf Fremdplätzen – Tourismus im Schleppmodus 🔌 29 Heimkehrer mit Motor – die leisen Sieger der Vernunft 🛑 11 Aufgaben abgebrochen – aus Gründen, die wir mitfühlen 🚫 9 Flugzeuge gar nicht gestartet – vermutlich auf der Suche nach Kaffee 🎤 Siegerehrung mit Stil – und sehr viel Herz Andreas Offer moderierte souverän den offiziellen Teil, Norbert Heidgen, Bürgermeister-Buddy der Stadt Bad Breisig, brachte städtisches Flair aufs Flugfeld, und die Wettbewerbsleitung bekam zu Recht einen Riesenapplaus. Auch alle Helferinnen und Helfer wurden mit Dank überschüttet – völlig zurecht. Ihr seid das Rückgrat dieser Woche! 💖 Ein Moment echter Fliegerfreundschaft: Ein Rückholfahrzeug erlitt einen Schaden – der in jedem anderen Kontext für Frust und lange Gesichter gesorgt hätte. Doch nicht auf der Mönchsheide. Innerhalb kürzester Zeit zeigte sich, was diesen Ort so besonders macht: echter Zusammenhalt. Ohne zu zögern sprangen Helfer ein, und großzügige Spenden aus der Fliegergemeinschaft machten die Reparatur möglich. Ein Defekt unter Blech – und ein Glanzmoment der Menschlichkeit darunter. Was hier fliegt, ist nicht nur aus Kunststoff. Es ist auch: Herz. Wärme. Mönchsheide. 🎭 Und dann kam der inoffizielle Teil… Pilotensprecher Mario betrat die Bühne. Mittlerweile legendär wie ein Mario Kart-Pilot auf Pernod, führte er durch das wahre Highlight des Abends: die nicht ganz ernst gemeinte, aber ganz sicher verdiente Satire-Siegerehrung. Was folgte, war

Punktejagt im Himmel – ein Blick hinter die Kulissen

Eine kleine Einführung in die Kunst der Auswertung – frei nach dem Motto: Wer zuletzt landet, muss nicht unbedingt Letzter sein. 🏕️ Mönchsheide, Frühsommer. Während in den Zelten die Schlafsäcke dampfen und der Wind leise durch die Wipfel rauscht, fragt sich ein Außenstehender am Rande des Segelflugwettbewerbs: „Worauf schauen die eigentlich? Wer am weitesten fliegt? Wer am schönsten kreist? Oder wer am längsten den Gurt vergessen hat?“ Die Antwort lautet: Jaein. Denn die Auswertung eines Segelflugwettbewerbs ist ein bisschen wie das Punkterechnen bei der Eiskunstlauf-WM – nur mit weniger Glitzer, mehr Gekreische (des Varios) und sehr viel Luft dazwischen. ✈️ Schritt 1: Der Flug – eine Mischung aus Taktik, Thermik und Thunfischbrötchen Jede Wettbewerbsklasse (Erklärung folgt) bekommt morgens eine festgelegte Aufgabe: „Fliege von der Mönchsheide nach Irgendwo, dann nach Woanders, umrunde Vielleichtdorf und komm zurück – möglichst schnell und ohne den Bauern zu ärgern.“ Dabei gibt es (zumindest bei der diesjährigen BBSW) zwei Arten von Aufgaben, die das Ganze spannend machen: Assigned Area Tasks (AAT) sind wie eine Schatzsuche mit mehreren möglichen Wegen: man bekommt bestimmte Gebiete zugewiesen, innerhalb derer man die Wendepunkte setzen darf. So kann man unterwegs selbst entscheiden, wo die Thermik am besten zieht – eine flexible, clevere Art, die Route zu gestalten. Racing Tasks dagegen sind die klare Route: Von Punkt A über Punkt B, dann C und zurück. Wie ein Wettrennen auf der Autobahn, nur dass man in der Luft ist und niemand hupen kann. Im Cockpit: Konzentration pur. Im Magen: Zweifel. Auf dem Rücken: Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor „Zeltplane“. Wettbewerbsklassen im Segelflug – wer fliegt womit? Im Segelflug gibt’s verschiedene Klassen – damit jeder die Chance hat, mitzumischen, egal ob mit Hightech-Bolide oder gutem alten Klassiker: Standardklasse: Hier geht’s meist mit Seglern ohne Klapptriebwerk und ohne große Extras wie Wölbklappen zur Sache. Die Flieger sind einfach, sportlich und super geeignet für spannende Rennen – quasi die „Volksklasse“ des Segelflugs. Klasse 18 Meter: Wie der Name sagt, fliegen die Piloten hier Segler mit bis zu 18 Metern Spannweite, oft mit Wölbklappen für mehr Kontrolle und Leistung. Das ist die Liga der eleganten Rennpferde unter den Segelflugzeugen. Doppelsitzerklasse: In dieser Klasse fliegen zwei Piloten zusammen – perfekt für Teamwork, Training und gemeinsamen Spaß. Außerdem super beliebt bei Familien und Freunden. Offene Klasse: Hier ist (fast) alles erlaubt. Die Flieger sind wahre Monster am Himmel, mit riesigen Spannweiten und Hightech, die jeden Piloten ins Staunen versetzt. Die Champions-League der Dieses Jahr wurden die 18-Meter-, Doppelsitzer- und Offene Klasse als Mixed-Klasse zusammengefasst. 📝 Schritt 2: Der Logger – der digitale Spion an Bord Jeder Segler hat ein kleines Gerät dabei, das im Prinzip sagt: „Ich weiß, wo du bist, wie hoch du bist, wie schnell du bist und ob du heimlich bei Oma zum Kaffee gelandet bist.“ Am Ende des Tages wird dieser Flug aufgezeichnet und ausgewertet – mit einer Software, die aussieht wie Excel auf Steroiden. 🧮 Schritt 3: Die große Rechenkunst – Punkte für alle! Und jetzt wird’s spannend. Die Jury (meist ein sympathischer Nerd mit Kaffeeentzug und Schlafmangel) analysiert