☀️ Blauthermik, Bartdisziplin und der Latte-Macchiato-Becher lebt weiter

Der heutige Morgen begann erneut mit einer WhatsApp-Nachricht unseres Sportleiters Andy. Und erneut klang sie erstaunlich vielversprechend. Noch bevor das Briefing überhaupt um 10 Uhr begann, rollten bereits die ersten Segelflugzeuge ins Grid – diesmal ungewohnt in Startrichtung 10. Und spätestens da war klar: heute wird nicht lange diskutiert. Heute wird geflogen. ☕ Der Latte-Macchiato-Becher wird langsam Teil der Wettbewerbsleitung Vermisst ihr eigentlich den Latte-Macchiato-Becher? Keine Sorge. Er ist immer noch da. Diesmal stand er hinter dem Wettbewerbspult, fast so, als hätte er inzwischen offiziell einen festen Arbeitsplatz bekommen. Man munkelt bereits, er habe mehr Briefings miterlebt als einige Teilnehmer. Langsam stellt sich wirklich die Frage, ob der Becher am Ende der BBSW ebenfalls bei der Siegerehrung erwähnt wird. Vielleicht mit einer eigenen Kategorie: „Beständige Bodenpräsenz“. 🌭 Grillduell? Nicht auf der Mönchsheide Noch bevor das eigentliche Briefing losging, meldete sich Gholam mit den wirklich wichtigen Informationen des Tages: „Heute gibt’s Gegrilltes mit Beilagen.“ Zeitgleich plante auch die Wettbewerbsleitung ihr traditionelles gemeinsames Grillen mit langer Tafel. Kurzzeitig stand also die Gefahr eines kulinarischen Konkurrenzkampfes im Raum: Gholam gegen Wettbewerbsleitung. Grill gegen Grill. Salat gegen Salat. Doch ganz im Sinne der Mönchsheide wurde die Situation höchst diplomatisch gelöst: es wird einfach gemeinsam gegessen. Die einen mit Gholam-Bestellung. Die anderen mit Wettbewerbsleitungsteller. Und am Ende sitzen sowieso wieder alle zusammen am gleichen Tisch und diskutieren über Thermik, Endanflüge und Grillgut. 🌤️ Bernd meldet: favorable deluxe Dann ging es endlich ans Wetter. Bernd präsentierte heute eine Wetterlage, bei der man ihm die gute Laune regelrecht ansehen konnte. Hochdruckeinfluss sorgte mittlerweile für eine trockene und angenehm warme Luftmasse. In der Höhe zogen noch einige Ci-Felder Richtung Südosten ab, während zunächst Blauthermik dominierte. Im Laufe des Nachmittags entwickelten sich dann vereinzelte Cumuli bis etwa 2/8 Bedeckung – begleitet von guter Thermik. Oder anders gesagt: 🇫🇷 très favorable. Der Wind blieb angenehm moderat. Am Boden kam er aus Süd mit etwa 5 bis 10 Knoten, in höheren Lagen bis 1500 Meter aus 170 bis 180 Grad mit rund 10 Knoten und später weiter abschwächend. Das QNH lag mittlerweile bei 1030 hPa und blieb stabil. Kurz gesagt: Segelflugwetter zum Einrahmen. ☀️ Der wahre Endgegner: UV-Strahlung Durch die vergleichsweise geringe Bewölkung wurde allerdings auch eindringlich vor der Sonne gewarnt. Sonnencreme, Fischerhut und möglichst bedeckende Kleidung wurden dringend empfohlen. Und das durchaus berechtigt. Denn der ein oder andere Teilnehmer – darunter auch gewisse schreibende Personen (…ich) – durfte gestern bereits feststellen, dass UV-Strahlung erstaunlich effizient arbeitet. Man sieht morgens noch völlig normal aus… und abends plötzlich wie ein leicht überhitzter Windsack. ✈️ Fliegerische Erinnerungshilfen mit Augenzwinkern Zum Abschluss des Briefings wurden noch einige sicherheitsrelevante Themen angesprochen – natürlich wie immer im Interesse aller und in gewohnt lockerer Mönchsheide-Manier. Unter anderem ging es darum, das Fahrwerk vor der Landung wirklich auszufahren und beim Thermikkreisen möglichst nicht entgegengesetzt in bereits bestehende Kreise einzufliegen. Denn Überraschungen sind im Segelflug zwar grundsätzlich spannend… aber eher nicht im Endanflug oder mitten im Bart. Die Hinweise wurden dabei angenehm humorvoll vermittelt. Frei nach dem Motto: „Wir

🌤️ Favorable! – Die BBSW hebt endlich wieder richtig ab

Der heutige Morgen begann ungewohnt ruhig. Kein vibrierendes Handy, keine WhatsApp-Nachricht von Andi mit „wir beobachten weiter“, keine vorsichtige Wetterwarnung zwischen den Zeilen. Und genau deshalb wusste eigentlich jeder sofort: Heute ist wirklich Briefing um 10 Uhr. Schon das fühlte sich nach mehreren neutralisierten Tagen fast wie ein kleiner Wettbewerbssieg an. ☀️ Endlich wieder fliegbares Wetter Als die Teilnehmer nach und nach in der Briefinghalle eintrafen, wartete dort endlich das, worauf man die letzten Tage sehnsüchtig gehofft hatte: wirklich fliegbares Wetter. Bernd eröffnete den Wetterbericht heute erfreulich optimistisch. Zunehmender Hochdruckeinfluss verdrängte die feuchte Luft der vergangenen Tage langsam Richtung Osten. Statt grauer Wolkensuppe dominierte nun zunehmend trockene, durch Sonneneinstrahlung erwärmte Luft den Wettbewerbsraum. Oder wie Bernd vermutlich selbst sagen würde: 🇫🇷 favorable. Und zwar nicht dieses halbherzige „vielleicht-favorable“ der letzten Tage mit kleinen Hoffnungsfenstern zwischen zwei Schauern, sondern richtig favorable. Durchziehende Ci-Felder in der Höhe sorgten zwar zeitweise für etwas Struktur am Himmel, darunter entwickelten sich aber scattered Cumuli mit Wolkenuntergrenzen bis etwa 1900 Meter und erfreulich brauchbarer Thermik. Der Wind kam aus West bis Nordwest, in der Höhe mit rund 10 Knoten, dazu Böen bis 20 Knoten. Das QNH lag bereits bei stolzen 1029 und stieg weiter langsam an. Spätestens da merkte man in der Briefinghalle: heute wird nicht neutralisiert. Heute wird geflogen. 🧪 Kein Glykol notwendig – große Erleichterung Besonders wichtig war allerdings ein anderer Punkt. Die Temperatur lag bei etwa 7°C. Das bedeutete laut Bernd: „Kein Glykol für die Wasserbefüllung notwendig.“ Und selten hat ein Satz über Frostschutzmittel so viel Erleichterung ausgelöst. Denn sobald bei Segelfliegern über Glykol gesprochen wird, fühlt sich das Wasserballast-Befüllen plötzlich weniger nach Luftsport und mehr nach Chemieunterricht mit leicht erhöhter Explosionsgefahr an. Heute dagegen durfte einfach normales Wasser in die Flächen. Ganz unspektakulär. Manche wirkten beinahe enttäuscht, keine geheimnisvollen pinken Flüssigkeiten verwenden zu dürfen. 📸 Gruppenfotos in Erinnerung an Gerd Um 11:15 Uhr wurden schließlich alle Teilnehmer zu gemeinsamen Gruppenfotos aufgerufen. Die jeweiligen Klassen versammelten sich dafür vor der ASK 21 „Gerd“, liebevoll benannt in Erinnerung an Gerd selbst. Die Aufnahmen mit Kamera und Drohne sollen später ihren Platz auf den Urkunden finden. Die Stimmung war locker, herzlich und vor allem voller Vorfreude. Nach den letzten Tagen hatte man endlich wieder das Gefühl, dass die Mönchsheide tatsächlich ein Segelflugwettbewerb und nicht bloß ein meteorologisches Selbsthilfeprojekt ist. ✈️ Die Mönchsheide lebt wieder auf Startbereitschaft war bereits um 11:30 Uhr und plötzlich lebte der ganze Platz wieder richtig auf. Überall wurde mit angepackt. Helfer liefen an den Tragflächen mit, ausgeklinkte Seile wurden von der Bahn geholt, Schleppseile angeklinkt, Fallschirme festgezogen und irgendwo diskutierte garantiert schon wieder jemand über den „einen Bart“, der heute ganz sicher funktionieren würde. Wie immer zeigte sich dabei, dass ein Wettbewerb nur funktioniert, weil unglaublich viele Menschen im Hintergrund mithelfen. Und genau das macht die Atmosphäre auf der Mönchsheide so besonders. 🛩️ Die Schlepphelden des Tages Für den Schleppbetrieb standen heute bereit: D-EGRU – Job 15 mit Käpt’n Remo alias Jürgen am Steuer D-MYBR – Breezer mit Norbert vorne drin

☁️ Favorable? Défavorable! – Zwischen Wetterhoffnung und Vicky-Rundflug

Der heutige Tag begann tatsächlich mit etwas, das auf der Mönchsheide mittlerweile beinahe als seltenes Naturphänomen gilt: ✨ Hoffnung. Denn gegen 9 Uhr morgens erschien auf den Handys der Teilnehmer eine Nachricht von Andi, die zunächst beinahe euphorisch klang: „Wir sehen heute WIRKLICH eine Lücke.“ Und dieses „wirklich“ war sogar in Großbuchstaben geschrieben. Man konnte förmlich hören, wie im ganzen Fahrerlager gleichzeitig Rolladen hochgezogen und Wetterapps geöffnet wurden. Doch direkt im nächsten Satz schlich sich bereits wieder diese typisch vorsichtige Wettbewerbsrealität ein: „…wird weiter beobachtet.“ Und so wurde das Briefing – wie inzwischen fast traditionell – erneut auf 11 Uhr verschoben. ☕ Der Latte-Macchiato-Becher bleibt weiterhin Bestandteil des Briefings Beim Betreten der Briefinghalle bot sich erneut ein mittlerweile erstaunlich vertrautes Bild: der Latte-Macchiato-Becher stand immer noch auf dem Wettbewerbspult. Inzwischen stellt sich weniger die Frage, wem er gehört – sondern eher, ob er überhaupt jemals wieder entfernt wird. Vielleicht entwickelt sich daraus einfach eine neue BBSW-Tradition. Andere Wettbewerbe haben Wanderpokale. Die Mönchsheide hat eben koffeinhaltige Tischdekoration. 🎬 Kabelkanal statt Fernbedienung Bernd eröffnete den Tag erneut mit seiner inzwischen etablierten Beamer-Prozedur: Einschalten mittels „Leiste“. Wobei sich mittlerweile herausgestellt hat: diese ominöse Leiste ist schlicht ein Teil eines Kabelkanals. Technisch fragwürdig. Aber offenbar effektiv. 🌦️ Wetterlage: Von Westdeutschland bis Frankreich eher… défavorable Dann ging es zum Wetter. Über Westdeutschland und bis weit nach Ostfrankreich hinein dominierten weiterhin feuchte Luftmassen, dichte Wolkenfelder und nur sehr eingeschränkte Sonneneinstrahlung. Zwischen Frankreich, Benelux und Nordrhein-Westfalen zogen immer wieder Schauergebiete durch, während sich die wenigen Auflockerungen eher als dekorativ denn thermisch brauchbar erwiesen. Die Folge: kaum tragfähige Thermik niedrige Wolkenbasen feuchte Luft und Segelflugbedingungen mit eher philosophischem Charakter. Um den Unterhaltungswert der Wetterlage wenigstens etwas anzuheben, brachte Bernd diesmal französische Fachbegriffe mit ins Spiel: „favorable“ und „défavorable“. In französischen Wetterberichten beschreiben diese Begriffe nämlich nicht direkt das Wetter selbst, sondern wie geeignet die Wetterlage für bestimmte Aktivitäten ist. Also: favorable = günstig, geeignet, vielversprechend défavorable = eher ungünstig, unerquicklich oder schlicht unerquicklich mit Stil Besonders häufig wird das in Frankreich verwendet für: Wassersport Wandern Freizeitaktivitäten oder generell alles, was draußen mehr Spaß macht als unter einer Wolkendecke. Und genau deshalb passte das heute so perfekt. Denn meteorologisch war die Lage zwar kompliziert – sprachlich klang sie dafür wenigstens elegant. Die abschließende Bewertung des Tages lautete daher: 🇫🇷 défavorable. Und selten klang ein französisches Wort gleichzeitig so stilvoll und so frustrierend. 👢 Sportleitung gegen Gummistiefel Nach dem Wetter wollte Bernd an Andi zur Sportleitung übergeben. Allerdings schien Andi mit der Überleitung nicht vollständig zufrieden gewesen zu sein. Bernd konterte trocken: „Wie soll man mit einem Sportleiter zusammenarbeiten, der Gummistiefel anhat?“ Eine berechtigte Frage. Wobei Gummistiefel auf der Mönchsheide inzwischen vermutlich genauso zur Wettbewerbsbekleidung gehören wie Funkgerät und Sonnenbrille. 🚫 Neutralisation. Wieder einmal. Die morgendliche WhatsApp-Hoffnung löste sich damit ungefähr so schnell auf wie ein einzelner Cumulus im Regengebiet. Alle Klassen wurden neutralisiert. Und selbst Gholam meldete sich daraufhin mit organisatorischer Konsequenz zu Wort: „Wie viele Leute wollen denn essen? Für 2–3 Leute koche ich nicht und neutralisiere auch.“

🏝️🍷 Kein Aufwind? Dann Aufguss & Auslese!

Die BBSW und das Wetter – das bleibt auch dieses Jahr wieder eine ganz besondere Beziehung. Mal flirtet die Thermik kurz mit der Mönchsheide, mal zieht sie weiter Richtung Süddeutschland, Polen oder offensichtlich irgendwo anders hin, wo gerade kein Wettbewerb stattfindet. Doch anstatt Trübsal zu blasen, macht die BBSW eben das, was sie am besten kann: aus neutralisierten Tagen trotzdem Geschichten bauen. Und davon gab es in den letzten beiden Tagen mehr als genug. 🏝️ Montag: Wenn schon kein Aufwind, dann wenigstens Aufguss Der Montag stand ganz im Zeichen des gepflegten Entspannens. Denn wenn der Himmel keine Thermik liefern möchte, muss man sich eben anderweitig auf Temperatur bringen. Eine beliebte Alternative: die Therme Euskirchen. Warmes Wasser, heiße Saunen, Dampfbäder mit Zucker- oder Salzpeelings, Cocktails direkt an der Poolbar und Entspannung unter Palmen – kurz gesagt: der perfekte Ort für wettergefrustete Segelfliegerseelen. Wer besonders gut zu sich selbst war, gönnte sich sogar noch eine Massage. Und ganz ehrlich: für zukünftige BBSW-Ausgaben könnte das fast schon zur offiziellen Notfallstrategie bei Dauerneutralisation werden. 👉 Also vorsichtshalber: Badesachen künftig direkt mit einpacken. weitere Informationen zum Paradis ☁️ Dienstag: Das Wetter bleibt… experimentell Am Dienstag ging es zurück in die allseits bekannte Briefinghalle. Briefingbeginn: 11 Uhr. Anwesend: die Wettbewerbsleitung hoffnungsvolle Wetterbeobachter ein mittlerweile legendärer Joghurtbecher und vorsichtiger Optimismus Denn ja: der ehemalige Joghurtbecher war immer noch da. Allerdings hatte sich das Objekt inzwischen atmosphärisch weiterentwickelt: Vom simplen Joghurtbecher hin zum vollwertigen Latte-Macchiato-ToGo-Becher aus dem Kühlregal. Die Evolution schreitet eben überall voran. 🎬 Bernd eröffnet das Wetter… akrobatisch Bevor meteorologisch überhaupt irgendetwas erklärt werden konnte, sorgte Bernd zunächst körperlich für Unterhaltung. Beim Versuch, den Beamer mithilfe einer Leiste einzuschalten, lieferte er eine kleine akrobatische Einlage ab, die kurzzeitig mehr Spannung erzeugte als die eigentliche Wetterlage. Dann folgte der Wetterbericht. Und der war… nun ja… überschaubar motivierend. Über Bad Breisig und weiten Teilen West- und Mitteldeutschlands lagen dichte Wolkenfelder, feuchte Luft und kaum nutzbare Einstrahlung. Immer wieder zogen Schauer über Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hinweg. Die Folge: kaum Thermik niedrige Basen grauer Himmel und sehr viel WeGlide-Neid Richtung Süden Denn während die Mönchsheide weiter auf Wolkenlücken wartete, wurde andernorts munter geflogen: Thomas Wagner meldete aus Ballenstedt im Harz bestes Segelflugwetter, im Süden und Südosten Deutschlands liefen Streckenflüge – und selbst die Segelflug-WM in Polen absolvierte bereits ihren ersten Wertungstag. Kurz gesagt: die Atmosphäre hatte ihren Arbeitsplatz heute offenbar einfach woanders. für die WM-Interessierten ✈️ Andy sucht die Wetterlücke Trotzdem wollte Andy die Hoffnung noch nicht ganz aufgeben und versuchte, zumindest für die Offene Klasse eine nutzbare Wetterlücke zu finden. Doch schnell wurde klar: heute würde das eher eine philosophische als meteorologische Übung. Oder wie es aus der Runde hieß: „Der Flugplatz Mönchsheide muss einfach verschoben werden!“ Ein nachvollziehbarer Gedanke. Leider logistisch schwierig. 🍷 Alternativprogramm in Bereitschaft Falls erneut kein Grid zustande kommen sollte, stand die Ersatzstrategie längst bereit: Weinprobe. Ein Satz, der mittlerweile fast denselben Stellenwert besitzt wie: „Startbereitschaft in 15 Minuten.“ ⏰ Erst Briefing. Dann Briefing fürs nächste Briefing. Zunächst wurde eine mögliche Startbereitschaft für 14 Uhr

☁️ Joghurtbecher, Wetterfrust und Würfelthermik – Neutralisation auf Mönchsheide-Art

Auch der heutige Wettbewerbstag begann – wie es sich für eine ordentliche BBSW gehört – in der allseits bekannten Briefinghalle. Dort, wo Wetterberichte mittlerweile emotionaler verfolgt werden als Fußballfinale und wo jeder einzelne Sonnenstrahl kritisch hinterfragt wird wie ein verdächtiger Bart im Endanflug. 🍺 Bier für die Sieger – und Respekt für Jahn Zunächst wurden die Erstplatzierten des Vortages traditionell mit einem Sixpack Bier beglückwünscht. Denn wahre Anerkennung misst man auf der Mönchsheide bekanntlich nicht in Pokalen, sondern in Gerstensaft. Besonders bemerkenswert dabei: 🥇 Jahn Loth holte sich mit seinem Ventus 2cxM 18m trotz Wiederstart und anfänglicher Motorprobleme den Tagessieg. Der Fehler? Eine gesprungene Sicherung. Oder anders formuliert: der einzige ernsthafte Gegner des Ventus war offenbar die Bordelektrik. 🪜 Die große Trittleiter-Joghurtbecher-Affäre Noch bevor Bernd überhaupt seine Wetterkarten ausrollen konnte, meldete sich Andi mit zwei wichtigen Anliegen: Es gibt noch BBSW-T-Shirts abzuholen. Er sucht die kleine Trittleiter, die er vor zwei Wochen gekauft hatte. Daraufhin kam aus der Runde sofort Marios trockener Kommentar: „Im Tausch gegen Joghurtbecher!“ Großes Gelächter. Moment… was für ein Joghurtbecher? Nun: bereits am Vortag hatte Bömmel verkündet, dass im Sani ein herrenloser Joghurtbecher zurückgelassen wurde. Mit der klaren Ergänzung: „Also meiner ist das nicht. Ich ess keine Joghurts.“ Heute stand der Becher übrigens immer noch dort. Mittlerweile genießt er vermutlich Bestandsschutz und wird intern schon als neues Navigationsmerkmal geführt. 🌦️ Bernd eröffnet das Wetter… poetisch Unser Wetterguru Bernd ließ sich davon natürlich inspirieren und eröffnete seinen Wetterbericht stilecht mit: „Bömmel hat Joghurtbecher, Andi hat T-Shirts – ich hab das Wetter.“ Leider hatte er damit gleichzeitig auch die schlechtesten Nachrichten des Tages. Denn über Bad Breisig lag heute eine zähe, vielschichtige Bewölkung mit feuchtkühler Luftmasse. Von Nordrhein-Westfalen bis weit Richtung Mitte Deutschlands dominierten dichte Wolkenfelder, kaum Sonneneinstrahlung und immer wieder feuchte Luft aus westlichen Richtungen. Die Folge: kaum Einstrahlung keine vernünftige Thermikentwicklung viel grauer Himmel und eine Atmosphäre, die ungefähr so motiviert wirkte wie ein Segelflieger bei Dauerregen am Wohnwagenfenster. Selbst die optimistischsten Piloten mussten irgendwann akzeptieren: Heute steigt maximal die Luftfeuchtigkeit. 🚫 Alle Klassen neutralisiert Das ohnehin bereits auf 11 Uhr verschobene Briefing war damit relativ schnell beendet: Neutralisierung des 4. Wettbewerbstages. Kurz. Schmerzlos. Meteorologisch unerquicklich. Wobei Bernd direkt versuchte, die Stimmung nicht komplett in den Sinkflug zu schicken: „Man muss situativ handeln.“ Ein Satz, der in der Segelfliegerei ungefähr alles bedeuten kann zwischen: „Mittwoch wird großartig“ und „Pack vorsichtshalber schon mal die Gummistiefel aus.“ Immerhin: ab Mittwoch soll das Wetter besser werden. Die Modelle zeigen Hoffnung auf die ersehnte Blauthermik – also jenes magische Wetterphänomen, bei dem der Himmel aussieht, als würde überhaupt nichts gehen… und dann plötzlich alles trägt wie von Zauberhand. Oder eben auch nicht. Auch das gehört zur Romantik des Segelflugs. ✈️ Ganz ohne Flugbetrieb ging’s dann aber doch nicht Auch wenn der Wettbewerbstag neutralisiert wurde, blieb die Mönchsheide nicht komplett still. Die D-EGRU erhob sich im Laufe des Tages einige Male in den Himmel und sorgte zumindest für ein kleines bisschen vertrautes Motorengeräusch über dem Platz. Denn seien wir ehrlich: ein Flugplatz ohne

🌦️ Zwischen Thermiktraum und Motorstart – die BBSW kämpft sich weiter durch den Himmel

Der zweite Wertungstag der neuen BBSW begann heute Morgen – wie sollte es anders sein – in der ehrwürdigen Briefinghalle der Mönchsheide. Dort, wo Wetterkarten ernster betrachtet werden als manche Steuererklärung und wo Hoffnung manchmal nur aus einem einzelnen Cumulus besteht. Andy brachte es beim Briefing poetisch-philosophisch auf den Punkt: „Das Segelfliegen steht und fällt mit dem Wetter.“ Und selten klang ein Satz gleichzeitig so wahr, so traurig und so romantisch. Denn eigentlich ist Segelfliegen nichts anderes als der tägliche Versuch, mit einer Mischung aus Optimismus, Meteorologie und leichtem Realitätsverlust den Himmel davon zu überzeugen, doch bitte kurz mitzuarbeiten. 🍺 Bierduschen für die Besten Die Erstplatzierten des Vortages wurden traditionell mit einem Sixpack Bier beglückwünscht – denn Pokale sind schön, aber Hopfen bleibt emotionaler. Und vermutlich auch hilfreicher für die abendliche Analyse der eigenen Kreisflugtechnik. 🌤️ Wetterlage: Viel Thermik, viel Wind und etwas… „erhöhte Luftfeuchte“ Meteorologisch betrachtet zeigte sich der Tag zunächst durchaus motiviert: Rückseitig des ostwärts ziehenden Tiefs stabilisierte ein leichter Zwischenhocheinfluss die kalte, thermisch ausgesprochen gute Luftmasse. Oder anders gesagt: die Atmosphäre hatte heute grundsätzlich Lust auf Segelflug – allerdings nur unter gewissen Bedingungen. Über den Tag verteilt: 2–5/8 Cumuli Thermik bis maximal 2200 m teilweise richtig starkes Steigen Wind aus WNW mit bis zu 20 kt Böen bis 25 kt QNH 1009, langsam steigend Bernd formulierte die Wetteraussichten beim Briefing wie gewohnt diplomatisch: „…mancherorts ist mit einer Erhöhung der Luftfeuchte zu rechnen.“ Segelfliegerdeutsch für: „Es könnte euch nass machen.“ 🕛 Startbereit… naja fast Die erste Startbereitschaft wurde zunächst auf 11:30 Uhr gelegt, dann aber auf 12 Uhr verschoben. Begründung: die Luft war thermisch einfach noch etwas zu feucht. Oder anders gesagt: der Himmel hing noch im Morgenmantel. ✈️ Vier Schleppmaschinen gegen die Atmosphäre Heute stand deutlich mehr Schlepppower zur Verfügung als noch am Vortag: D-EGRU – Job 15 D-MYBR – Breezer D-MXMI – WT9 D-MMYD – WT9 Das sorgte für einen deutlich flotteren Schleppbetrieb – allerdings auch für erhöhte Aufmerksamkeit bei den Helfern. Denn: Echo- und UL-Schlepps benötigen unterschiedliche Schleppseile mit verschiedenen Sollbruchstellen. Zum Glück hatte man das Problem höchst wissenschaftlich gelöst: weiß = Echo grün = UL Selbst unter Stress bleibt die Luftfahrt eben eine Welt voller Farbcodes. 🚜 Wo ist eigentlich das Maulchen? Aufmerksamen Stammgästen dürfte etwas aufgefallen sein: Die legendäre D-EBYP alias „Maulchen“ fehlt dieses Jahr. Ja… selbst vor der Luftfahrt mach die Inflation leider keinen Halt. Doch Maule-Pilot Fabi ließ es sich trotzdem nicht nehmen, aktiv mitzuwirken: heute zog er mit dem Lepo nicht nur Segelflugzeuge durch die Gegend, sondern rettete nebenbei auch noch ein im Matsch festgefahrenes Auto. Wobei… Beim ersten Versuch blieb der Lepo selbst stecken. Man könnte also sagen: die Rettungsaktion benötigte zunächst eine eigene Rettungsaktion. 🗺️ Die Aufgaben des Tages 🟥 Offene Klasse – AAT 3h 30min Mönchsheide – Kall Bahnhof – Montabaur – Sauerlandstern – Asslarer Hütte – Mönchsheide 📏 279,86 km – 555,57 km 🎯 Optimal: 414,65 km 🟨 Doppelsitzerklasse – AAT 3h 30min Mönchsheide – Kall Bahnhof – Montabaur – Kahler Asten – Asslarer Hütte –