🍷 Wenig Thermik, viel Traube – Wertungstag neutralisiert, Stimmung nicht!

Heute hätte man fliegerisch einiges erwarten können – hat man aber nicht bekommen. Die Thermik war ungefähr so zuverlässig wie ein Korkenzieher ohne Gewinde. Das Wetter? Eine feuchte, labile Lage mit mehrschichtiger Bewölkung, immer wieder Schauern und böigem Wind. Die Thermik konnte sich nicht lange halten – und was da war, reichte bei Weitem nicht für einen Wertungstag. Die Flieger blieben also am Boden. Aber Trübsal geblasen wurde trotzdem nicht – ganz im Gegenteil! Wer dachte, damit sei der Tag im Eimer, hat die Rechnung ohne Wein-Bernd gemacht. 🍇 Bernd, der Wettergott & Winzer aus Leidenschaft Meteorologe bei Tag, Traubenflüsterer bei Abendrot: Bernd führte heute nicht nur durch Isobaren und Höhenkarten, sondern auch durch Weinberge und entpuppte sich heute als echter Weinkenner. Zwar hat er keine Ausbildung in Sachen Rebe, doch sein Wissen ließ so manchen Sommelierschüler blass aussehen. Kein Wunder, denn Bernd pflegt seine eigenen Weinstöcke – und wie er selbst sagt: „Beruflich mache ich so ein abstraktes Zeug, da ist das hier einfach ein wunderschönes Gefühl. Wenn man den Bottich mit seinen eigenen Trauben sieht, weiß man, was Arbeit mit Herz bedeutet.“ Dass er nicht nur Wetter, sondern auch Wissen mit Witz kann, bewies seine Quizfrage: „Wie heißt die Lehre des Rebstocks?“ Antwort: Ampelographie. Und ja – Bernd beansprucht seinen Anteil an der 1.000.000€ Quiz-Frage bei „Wer wird Millionär?“. Mit trockenem Humor und feuchter Luft erklärte er uns alles über Rebsorten, deren Pfelge, Geschmack und warum man manchmal einfach die Finger vom Flugzeug lassen und das Weinglas in die Hand nehmen sollte. 🚶‍♂️ Wanderung? Naja. Genuss? Auf jeden Fall. Die sogenannte „Weinwanderung“ war eher ein gepflegtes Stand-Up-Tasting mit gelegentlichem Hangaufstieg. 20 Schritte hin, 20 zurück, 25 % Steigung – natürlich für die Autos! Aber dafür: Aussichtspunkt Heimersheim. Und wer kreiste da oben am Himmel, während wir Riesling schlürften? Ein Milan – offenbar auf der Suche nach der letzten warmen Thermikblase. 🍷 Vanessa, das Weinglas und der Kabinett Während andere noch schnupperten und schlürften, war Vanessa schon im Flow: Weinglas leer? Arm raus, Nachschenken bitte! Besonders der Riesling Kabinett hatte es ihr angetan – „schmackofatziges Gesöff“, wie sie sagt. Die Aromen waren so bunt wie das Teilnehmerfeld, von knochentrocken bis zuckersüß. Jeder fand seinen Favoriten. 🍾 Burggarten beeindruckt – Kellerführung deluxe Nach dem „Marsch“ ging’s ins Weingut Burggarten, wo es kühl war, aber herzerwärmend: Die Jahrhundertflut 2021 hatte das Gut schwer getroffen. Doch noch im selben Jahr wurde mit der Hilfe hunderter (!) teils fremder Helfer wieder gelesen und gekeltert – das nennt man Zusammenhalt. Berührend. Und inspirierend. Und ehrlich gesagt: ganz schön durstfördernd. Wer mehr über das Weingut wissen möchte – hier lang! 🧀 Flugplatz-Mahlzeit & Weinsalon in der Briefinghalle Zurück auf der Mönchsheide wartete das kulinarische Kontrastprogramm: Käsewürfel mit Trauben, Erdnüssen, Salzstangen, Baguette, Oliven, Salami-Sticks und das Wichtigste: Wein – natürlich. Die Stimmung? 10/10 Der Geräuschpegel? Steigend. Der Wissenszuwachs? Bernd erzählt weiter. In geselliger Runde wurden Rebsorten debattiert, Gläser geleert und Geschichten getauscht. Gegen 19 Uhr rief Gholams Küche zur nächsten Etappe: Lasagne für alle! Die hungrige Meute strömte los wie bei

Wertungstag 4: Mehr Wind, weniger Wertung – aber Rock am Ring von oben!

Der vierte Wertungstag der 37. BBSW neigt sich dem Ende zu – und mit ihm leider auch die Hoffnung auf eine gültige Tageswertung. Beide Klassen schafften es nicht, die geforderte 25%-Mindeststrecke zu knacken. Doch wie sagt man so schön? Wertungslos heißt nicht ereignislos. Denn trotz offizieller Nullrunde hatte der Tag einiges im Gepäck: Wind, Wellen, Wortspiele – und sogar ein bisschen Festivalflair aus der Luft! 📊 Inoffizielles Ranking – oder: Wer fliegt, fliegt trotzdem 🟦 Club-/Standardklasse 1. Stephan Biwald (WBKZ KX) – 111,38 km – 42 Punkte 2. Nikita Zhadan (WBKZ SP) – 51,28 km – 18 Punkte 3.1 Torsten Kleinblotekamp (WBKZ Z) – 40,11 km – 14 Punkte 3.2 Tim Hannappel (WBKZ 1A) – 39,26 km – 14 Punkte 🟥 Mixed-Klasse 1. Benedikt Waegele (WBKZ BY) – 133,07 km – 27 Punkte 2. Martin Wagner (WBKZ IS) – 137,38 km – 25 Punkte 3. Karsten Stoppe (WBKZ PX) – 114,79 km – 24 Punkte 🕐 Fun Fact: Er flog seine Aufgabe in genau 2 Stunden und 1 Sekunde – Zeitmanagement par excellence! Wer trotzdem mehr wissen möchte – hier lang! 🧮 Die Faktenlage des Tages – mit allem, was dazugehört: 7 Nichtstarter: Sie blieben lieber am Boden – sei es wetterbedingt, aus Vernunft oder einfach, weil das Sofa gerade überzeugender war als die Wolken. 4 Motorstarts: Wenn’s von unten nicht geht, muss eben oben wieder angeschoben werden – der Klassiker der modernen Segelflug-Kompromisslösung. 3 Platz-Außenlandungen: Immerhin auf bekannten Rasenflächen. Wer den Heimweg vom Bierstand kennt, findet auch den Rückweg vom Flugfeld. 7 Ackerlandungen: Die fliegerische Version von “back to the roots” – inklusive Weizenfeldromantik, Matschreifen und spontaner Bodenproben. 6 Piloten kamen heim: Sie trotzten Thermiklöchern und Wetterlücken und landeten wieder dort, wo das Herz schlägt – auf der Mönchsheide. 2 Aufgabenabbrecher: Sie haben’s versucht, aber wie sagt man? Lieber ein Ende mit Winde, als ein Rückschlepp mit Drama. 🎧 Rock am Ring – aus der Thermikperspektive Einige Glückliche konnten auf ihrem Weg gen Westen einen kurzen Blick auf das Rock am Ring Festival werfen. Aus der Luft betrachtet sieht auch ein Moshpit ziemlich gesittet aus – inklusive Blick auf unzählige Zelte, endlose Blechlawinen auf den Straßen und erste Soundchecks auf der Bühne. Gedanke am Funk, halb im Ernst: „Ach, Sicherheitsmindesthöhe kurz unterschreiten geht schon mal, wenn’s dafür ’ne bessere Aussicht gibt …“ 😄 🌬️ Wind – mit Ansage Während die Schlepppiloten ihre letzten Starts durchführten, frischte der Wind auf. Und mit ihm sanken die Hoffnungen auf eine stabile Wetterlage. Die Prognose? Durchwachsen. Die Stimmung? Überraschend stabil! 🍷 Alternativprogramm in Sicht Schon beim morgendlichen Briefing wurde leise ein Plan B enthüllt: Sollte es mit dem Wetter weiter bergab gehen, könnte es stattdessen weinfreundlich bergauf gehen – nämlich bei einer geplanten Weinwanderung. Segel runter, Gläser hoch! 😄 Und zum Schluss: Der Funkspruch des Tages „Du kommst nur gestört an!“ – Ein zunächst seltsam harscher Ton auf der Frequenz, bis klar wurde: Gemeint war natürlich der krächzende Funk vom Turm ins Flugzeug. Nicht jeder Empfang ist eben klar wie ein Thermikbart bei Sonnenschein. Fazit: Auch ohne Wertung war Tag 4 kein verlorener. Die

Gridding mit Gebell – fliegerisch, tierisch, turbulent: Willkommen in der AAT-Zone!

Der vierte Tag der 37. BBSW glitt heute fast so elegant an wie ein Discus im Endanflug – nur mit kleinen Turbulenzen in der Startphase. Aber alles der Reihe nach. Nachdem das Briefing schlafmützenfreundlich von 10:00 auf 11:30 Uhr verlegt wurde (man gönnt sich ja sonst nichts), hieß es in der WhatsApp-Gruppe mit dem nötigen Ernst: „No kidding – we are gridding!“ Gesagt, getan: Die Reihen füllten sich. Flugzeuge rollten auf, Helfer schwitzten, Schleppmaschinen ratterten – und zwei flauschige Vierbeiner beobachteten das Geschehen mit königlicher Gelassenheit aus sicherer Distanz. Der eine bellte enthusiastisch, der andere döste demonstrativ – offenbar war die Windrichtung nicht interessant genug. So versammelten sich die Maschinen brav zum Grid – bereit für das, was der Himmel so hergibt. 🌤️ Die Wetterlage? Eine „schmale Lücke zwischen schleifenden Frontalzonen“ – klingt wie der letzte Parkplatz im Baumarkt bei Nieselregen. Dazwischen etwas trockene Luft, durchziehende Sc-Felder, Cirren oben drüber, mäßige Cu-Bewölkung, mäßige Thermik und Wind aus SW – oder wie wir sagen: Fliegbar. Aber eben nicht geschenkt. 🔎 Die Aufgabe im Detail Die Aufgaben waren identisch für beide Klassen – mit einem entscheidenden Detail: die Club-/Standardklasse bekam 2:30 h Zeit, die Mixed-Klasse nur 2 h. Aufwand gleich, Druck höher – Glückwunsch an alle Mixed-Flieger! Je nach Wendepunktauslegung war alles zwischen 109 und 271 km drin: Mönchsheide – Bad Münstereifel Bahnhof – Daun-Senheld – Maria Laach Kloster – Dernbacher Dreieck – zurück zur Mönchsheide. Eine Runde durch Vulkaneifel, spirituelle Zentren und Autobahnkunstwerke. Perfekt für die Seele, fordernd für die Flügel. 🪢 Starten mit Hindernissen Startbereitschaft war schließlich für 13:00 Uhr angesetzt, wurde dann um eine halbe Stunde verschoben und nach einem kurzen Schnüffelflug endgültig für 14:00 Uhr festgelegt. Und siehe da: Alle waren pünktlich. Zunächst lief’s gut – fast zu gut. Der Himmel füllte sich. Nur noch zwei Doppelsitzer am Boden. Doch dann… Das Seil der Maule wirkte verdächtig kurz. Adleraugen entdeckten das Malheur: Knotenalarm! Der vorletzte Schleppstart musste abgebrochen werden – die Remo übernahm. Doch auf der BBSW löst man solche Probleme bekanntlich nicht mit Panik – sondern in bester Mönchsheide-Tradition: ein Rudel erfahrener Männer versammelte sich, entknotete das Seil mit chirurgischer Präzision, und die Maule konnte den letzten Doppelsitzer doch noch in die Thermik schicken. Dramatik mit Happy End: Knoten gelöst, Maule wieder einsatzfähig, Doppelsitzer gerettet. 🫡 Wenn Technik kapituliert Nicht ganz so erfolgreich: Eine Schraube der Motorhalterung verabschiedete sich kurzerhand – und mit ihr die Startfähigkeit des Flugzeugs. Da half kein Schraubenspray und kein Stoßgebet zum Kloster Maria Laach – dieser Flieger war für heute raus. Kurzes Bedauern, freundliches Schulterklopfen, vielleicht ein stiller Fluch – und ein sicherer Platz auf dem Boden. Moral: Auch Maschinen haben mal ’ne Schraube locker. Nur bitte nicht da. 👉🏼 Fazit Wertungstag 4 war ein Tag für Tüftler, Thermikflüsterer – und Tierfreunde. Er bot alles zwischen Startdrama, Seil-Sudoku, Motorfrust und bellender Begeisterung. Die Ergebnisse stehen noch aus – aber dieser Tag bekommt von uns schon mal volle Punktzahl in Sachen Flugplatzkultur.

„Vom Racing-Task zur Rückhol-Rallye – Tag 3 mit allem, was dazugehört“

Der dritte Wertungstag beginnt wie aus dem Handbuch: Briefing um 10 Uhr, Startbereitschaft um 11:30 Uhr – keine Diskussion, kein “mal sehen”, kein Thermik-Orakel. Einfach: Fliegen ist heute keine Frage – sondern Pflicht! „Theoretisch ideales Wetter“, sagt Andy beim Blick auf die Prognose. In der Praxis sah es dann stellenweise aus wie eine Prüfung im Fach Thermik mit plötzlichem Abbruch. Doch das hielt niemanden am Boden – weder die Club-/Standardklasse noch die Mixed-Flieger. 🏁 Die Wertung steht: Club-/Standardklasse: 🥇 Tim Hannappel (WBKZ 1A) – Akaflieg Bielefeld e.V. – 500 Punkte 🥈 Stephan Biwald (WBKZ KX) – AC Koblenz – 487 Punkte 🥉 Gerhard Marx (WBKZ 4B) – LSC Erftland – 482 Punkte Fünf Punkte Differenz – das sind statistisch gesehen exakt zwei gut gesetzte Pieptöne. Mixed-Klasse: 🥇 Martin Wagner (WBKZ IS) – LSV Mönchsheide – 600 Punkte 🥈 Florian Kraja (WBKZ FLO) – LSF Dahlemer Binz – 570 Punkte 🥉 Karsten Stoppe (WBKZ PX) – AC Koblenz – 566 Punkte Nur vier Pünktchen trennten Platz 2 und 3 – das ist in Segelflugzeit vielleicht eine gute halbe Sekunde mehr in der Thermik. Oder ein Blick zu lange ins Cockpitmenü. Aber hey: Bronze glänzt genauso gut in der Sonne! Glückwunsch an die glorreichen Thermik-Trios! Ob ganz oben, in der Mitte oder charmant auf Platz 3 – ihr habt der Luft gezeigt, wo’s langgeht! Ihr habt Wolken gelesen wie andere Horoskope, Kilometer gefressen wie Snacks im Briefing und Punkte gesammelt wie andere Mücken auf der Tragfläche. Das war stark, clever, schön geflogen – und verdammt verdient! 🏆🍾👏 Für alle, die mehr wissen wollen – hier tippen! 📊 Tagesstatistik – oder: Was wirklich passiert ist 🔹 0 Rumkommer Alle kamen rum – zumindest geistig. In der Luft wurde aber auch ganz gut navigiert. 🔹 13 gezogene Motoren Darunter mehrfacher Einsatz auf dem Heimweg – manch einer hat den Starter heute besser kennengelernt als seinen Co-Piloten. Fun Fact: Bei einigen war der Sprit leer, bei anderen fast – also alles wie geplant. 🔹 14 Außenlandungen auf fremden Flugplätzen Davon: – 3 klassisch mit Anhänger abgeholt – 9 per Rückschlepp durch drei unserer tapferen Schleppmaschinen – 2 durch freundliche ortsansässige Flieger (Danke, Nachbarschaftshilfe!) 🔹 1 Ackerlandung mit eingebauter Rückholpanne Wenn der Rückholer selbst mitfliegt und ebenfalls im Feld landet – dann ist das kein Rückholproblem, sondern ein logistisches Meisterwerk. Glück im Unglück: Ein Helfer erbarmte sich, sonst wäre das Briefing morgen nur per Videochat möglich gewesen. 🔹 1 Nicht-Starter Der Job ruft. Leider nicht in 1500m Höhe. 🔹 0 Abbrecher Niemand hat aufgegeben. Nur ein paar sind gestrandet – mit Stil. 🎧 Stimmen aus dem Cockpit „Ich war 18 cm vor der Luftraumverletzung entfernt – aber da war einfach ein zu guter Bart. Ich MUSSTE da hin!“ „Die Auffinde waren super – aber ab 1100 Metern: puff, alles weg. Ich dachte, ich spinne.“ „In Weilburg dachte ich, das wird heute – in Dierdorf war ich mir nicht mehr so sicher.“ „Ich hab den einen gesehen, der war plötzlich einfach 1000 m über mir. Ich dachte kurz, mein

🎯 Dritter Akt der Thermik-Trilogie: Die Bühne ist frei!

Keine Wolkenkrimis, keine Warteorgien, kein fünfmal verschobener Start: Der dritte Wertungstag der 37. BBSW meldet sich mit klarer Kante und Rückenwind – und das wortwörtlich! Briefing: 10:00 Uhr. Startbereitschaft: 11:30 Uhr. Stimmung: unverschämt effizient. Die Wetterlage? Eine willkommene Abwechslung zur Dramaturgie der letzten Tage. Thermisch gute Kaltluft unter leichtem Zwischenhocheinfluss – übersetzt: brauchbar fliegbares Wetter mit Aussicht auf Streckenflüge, die diesen Namen auch verdienen. Die Sonne gibt sich Mühe, der Himmel ist zumindest stellenweise kooperationsbereit, und Bernd kommentiert lakonisch: „17:30 Uhr? Ist ja eh keiner mehr in der Luft, kontrolliert eh keiner.“ Auch wieder wahr. 🌀 Das Wetter in Stichworten: Cu-Teppich: ab 11:00 Uhr mit 1600 m Basis, später bis 2000 m – solide! Wind aus SSW mit bis zu 30 kt in der Höhe – sportlich, aber fliegbar QNH stabil bei 1015 – Pilotenstimmung ebenfalls Kein Regen, kein Donner, keine Ausreden 🛫 Der Start? Eine Demonstration in Disziplin. Der Schleppbetrieb lief heute wie frisch geölt: zügig, reibungslos, fast schon unheimlich professionell. Einziger Wackler: Der erste Pilot der Club-/Standardklasse erschien moderat verspätet, lieferte dann aber innerhalb von 3 Minuten einen astreinen Alarmstart. Chapeau! – beim Wettbewerb immerhin nicht die schlechteste Art, sich Respekt zu verschaffen. 🗺️ Die Aufgaben: Racing-Style, Baby! Heute wird nicht gebummelt, sondern geraced. Keine Optionen, keine taktischen Winkelzüge – einfach Linie fliegen, Vollgas geben, ankommen. Club-/Standardklasse: 301 km quer durch Mittelhessen: Von der Mönchsheide über Weilburg, Bigge-Olsberg und Dierdorf – zurück zur Homebase. Klingt nach Postkartenmotiv, fliegt sich aber mit 106er Handicap nicht ganz von selbst. Mixed-Klasse: 453 km, viermal abbiegen, dabei halb Hessen umrunden. Schotten – Eisernhardt – Bigge – Asslar: ein Name schöner als der andere, aber aus dem Cockpit sind’s halt doch nur Peilungen und Wendepunkte. 💬 Fazit des Tages: Wertungstag 3 bringt endlich den Flow zurück. Thermik da, Wind machbar, Aufgaben spannend – die BBSW nimmt an Fahrt auf. Und wer sich heute nicht in die Wertung kämpft, darf sich zumindest nicht aufs Wetter rausreden. Ob alle heil zurückkommen? Ob der Rückenwind nicht doch ein bisschen zu viel des Guten war? Und wer nach drei Tagen noch die Kraft für ein Siegerlächeln hat – das lesen wir morgen. Bis dahin: Rückenwind, gutes Steigen – und vergesst nicht, die Sonnenbrille aufzusetzen. Nicht wegen der Sonne. Sondern wegen dem Glanz, den so ein fliegender Wettbewerb auf der Mönchsheide hinterlässt. ✨

„Die mit dem Propeller flüstern: unsere Schlepppiloten im Porträt“ – Teil 4

Und während „Captain Job“ mit jahrzehntelanger Schlepp-Erfahrung und meditativem Mönchsheide-Spirit punktet, rollt im nächsten Teil jemand an den Start, der für ganz andere Vibes sorgt: Felix Füller – aka D-BEST, mit RedBull im Gepäck, Sonnenbrille auf der Nase und einem Sinn für Schleppsituationen, bei denen selbst die Thermik kurz innehält. Weiter geht’s mit Teil 4 unserer Schlepp-Staffel: jung, schnell, souverän – und manchmal knapp an der Baumgrenze. ✈️ „D-BEST in the West“ – Felix Füller im Schlepp-Talk Er heißt Füller. Ja, wirklich. Und ja – wir haben auch kurz überlegt, ob das ein Künstlername ist. Aber Felix Füller ist echt. Und was noch echter ist: sein Engagement im Schleppdienst, seine charmant ironische Art – und seine Robin DR 400/180R, die passenderweise auf den Namen D-EBST hört. Oder wie Felix es lieber sagt: D-BEST. 🛩️ Vom Bückeburg-Bomber zur Mönchsheide-Maschine Eigentlich kommt Felix vom LSV Bückeburg-Weinberg e.V., aber mittlerweile fühlt er sich auf der Mönchsheide fast wie zuhause – was wohl an Andy Offer liegt. Der hatte ihn kurzerhand als Schlepp-Pilot „angefragt“ – was bei Felix so viel heißt wie: „War eigentlich eine Einladung auf Lebenszeit.“ 🎢 Die Achterbahn des Schleppens „Ich hatte schon ein paar Nahtoderfahrungen im Cockpit“, sagt Felix mit einem Lächeln, das irgendwo zwischen Abenteuerlust und subtiler Traumaverarbeitung pendelt. Besonders in Erinnerung: Ein LS4-Pilot, der bei 140 Meter AGL noch versuchte, das Fahrwerk einzufahren – im Schlepp. „Da ging das Heck kurz Richtung Himmel, mein Herz Richtung Boden, und dann haben wir beide wieder sauber ausgeklinkt. In 100 Meter. Gute Höhenlage für spontane Lebensentscheidungen.“ 💬 Der Job ist keine Show – aber dafür voll mit Highlights Trotz solcher Adrenalinspritzen bleibt Schleppen für ihn vor allem eins: eine Herzensangelegenheit. „Das Schönste ist, anderen damit eine Freude zu machen. Ohne uns gäb’s keine Wertung, keine Thermikjagd, keinen Wettbewerb. Und dass ich dafür gelegentlich fast umgebracht werde – geschenkt.“ Und dabei ist Schleppen auf der Mönchsheide gar nicht mal ohne. Zwischen den Bäumen im Anflug, dem turbulenten Südwind-Rodeo und schweren Doppelsitzern hinten dran denkt man schon mal kurz: „Ob wir heute überhaupt steigen?“ Spoiler: Sie steigen. Meistens. 🧃 Red Bull, Sonnenbrille, Handy – fertig ist das Cockpit-Kit Wenn Felix fliegt, dann bitte mit Style. Und mit Ritual. Red Bull gehört genauso dazu wie die Sonnenbrille – „nicht nur, weil’s cool aussieht, sondern weil man manchmal nicht sehen will, was da draußen wirklich los ist.“ Das Handy? „Braucht man für Musik. Oder für ‘ne letzte Sprachnachricht im Notfall.“ ✈️ D-BEST? Natürlich D-BEST. Seine Robin heißt zwar offiziell D-EBST, aber Felix hat einen besseren Namen: D-BEST. Früher hieß sie intern mal „Remokörchen“, doch spätestens seit dem ersten butterweichen Schlepp auf die Mönchsheide ist klar: Hier fliegt ein echter Klassiker, und zwar mit einem Piloten, der lieber die Schleppseile spannt als die Nerven. Und das sagt einiges. 🔚 Fazit: Felix ist nicht nur ein Schlepppilot – er ist eine fliegende Mischung aus Red Bull, Witz, Coolness und Schadensbegrenzung in der Luft. Und auch wenn man ihm als Segelflieger lieber nicht ins Fahrwerk greift – bei seinem nächsten Schleppflug